Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Informatik
Lehr- und Forschungseinheit für Programmierung und Softwaretechnik
http://www.pst.informatik.uni-muenchen.de/DA_Fopra/web-eng-uwe-generator.html

Diplomarbeit

Entwicklung eines Generators zur semi-automatischen Erzeugung von Web-Anwendungen aus UML Design Modellen


Inhalt

In der Softwareentwicklung ist die Modellierungssprache UML (Unified Modeling Language) eine quasi Standardnotation für alle Phasen des Softwareentwicklungsprozesses. Der UML-Standard wird von vielen Entwicklungstools unterstützt. Am Lehrstuhl PST wurde ein Verfahren zu Konstruktion von Webanwendungen entwickelt (UWE: UML based Web Engineering), das insbesondere in der Designphase auf UML aufbaut. Mit dieser Diplomarbeit wird untersucht wie man aus einer graphischen Darstellung der Anwendung (UML Designmodelle) halbautomatisch eine Webanwendung generieren kann.

Ausgangspunkt der Designmodelle ist das konzeptionelle Modell, ein UML-Klassendiagramm. In diesem werden die Klassen des Problembereichs der Anwendung definiert, Abhängigkeiten/Assoziationen zwischen den Klassen festgelegt und eventuell mittels OCL Invarianten und Bedingungen formalisiert. Das konzeptionelle Modell enthält keine Navigations- oder Präsentationsaspekte. Ausgehend von diesem konzeptionellen Modell definiert UWE ein Verfahren, wie daraus systematisch das Navigationsmodell abgeleitet werden kann, das aus einem Navigationsraummodell und einem Navigationsstrukturmodell besteht. Dieses definiert Sichten auf das konzeptionelle Modell und spiegelt die möglichen Navigationswege zwischen den Navigationsklassen wieder. Aus dem Navigationsmodell wird dann das Präsentationsmodell abgeleitet, das die Grundlage für die spätere sichtbare physikalische Präsentation (z.B. Browserseite) ist.

Die beschriebenen Modelle (konzeptionelles Modell, Navigationsraummodell, Navigationsstrukturmodell und eventuell mehrere Präsentationsmodelle) dienen als Ausgangspunkt für die (halb-)automatische Erstellung der Webanwendung. Zusammen mit Generatorparametern, wie z.B. das zu verwendende Webframework, soll daraus eine lauffähige Anwendung generiert werden. Dabei können sowohl dynamische als auch statische Seiten entstehen. Die Schnittstellen des hier beschriebenen Generators für die Webanwendung sollen technologieunabhängig sein, so dass für jede Technologie der Generator nur minimal angepasst werden muss.

Insbesondere soll in dieser Diplomarbeit ein XML Publishing Framework (Apache Cocoon) zur Generierung von Webanwendungen eingesetzt werden. Nach dem Durchlauf der Generierung können noch graphische Anpassungen durch Bearbeitung von Stylesheets vorgenommen werden.

Aufgabensteller

Priv-Doz. Dr. Rolf Hennicker

Information/Betreuer

Andreas Kraus

Bearbeiter

Sebastian Stiegler

Ergebnis

Diplomarbeit [PDF]
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