| Metaklasse deutsch | Metaklasse englisch | Erläuterung | |
|---|---|---|---|
| Abhängigkeit | Dependency | stellt eine generische Abhängigkeit zwischen zwei Mengen beliebiger Modellelemente dar. | |
| Abstraktion | Abstraction | Unterklasse von Abhängigkeit, Oberklasse von Realisierung, stellt eine Beziehung zwischen Mengen von Modelelementen dar, die den gleichen Sachverhalt auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen darstellen. | |
| Aktion | Action | elementare Einheit von Verhalten in UML. In Anhang C.3 wird eine Taxonomie der in UML vordefinierten Aktionen dargestellt. | |
| Aktivität | Activity | Unterklasse von Verhalten, stellt einen algorithmischen Ablauf, Daten- oder Kontrollfluss, einen Nutzfall oder (Geschafts-)prozess dar. | |
| Aktivitätsdiagramm | Activity diagram | Diagramm zur Präsentation einer Activity. | |
| Akteur | actor | Ein Akteur stellt eine Rolle im Kontext eines modellierten Systems dar, die auf das System einwirkt oder von diesem beeinflusst wird. Ein Aktor kann einen Menschen, eine Gruppe von Menschen, einen Sensor oder Aktor, oder eine Applikation darstellen. | |
| Anschluss | port | (indirekte) Unterklasse von Merkmal, implementiert eine Protkollrolle, abstrahiert von einem oder mehreren gebotenen oder genutzten Schnittstellen. | |
| Anwendungsfall | UseCase | siehe Nutzfall | |
| Assoziation | Association | stellt eine Beziehung zwischen zwei oder mehr Classifiern dar, bzw. von einem Classifier zu sich selbst. Aggregation und Komposition sind spezielle Assoziationen, Generalisierung ist jedoch eine Abhängigkeit. | |
| Assoziationsklasse | AssociationClass | Unterklasse sowohl von Assoziationwie von Klasse, vereinigt die Eigenschaften beider Oberklassen. | |
| Attribut | attribute | statisches Merkmal einer Klasse oder eines anderen Classifiers. | |
| BehavioredClassifier | BehavioredClassifier | Unterklasse von Classifier, Oberklasse von u. a. Class, UseCase und Interface. Eine gute Übersetzung wäre "aktiver Classifier", was allerdings mit dem schlechten, aber gebräuchlichen "aktive Klasse" kollidiert (letztere sollte besser "initiative Klasse" heißen). | |
| Beziehung | Relationship | Oberklasse von gerichtete Beziehung und Assoziation | |
| Classifier | Classifier | abstrakte Metaklasse, direkte Oberklasse von Klasse, Komponente, Aktor, Nutzfall, Knoten, Datentyp, Assoziation, Schnittstelle, Signal und Artefakt. Ein Classifier beschreibt eine Menge von Elementen mit gemeinsamen Merkmalen. Gleichzeitig ist ein Classifier auch ein Namensraum und Gegenstand von Generalisierungsbeziehungen. | |
| Einzelimport | ElementImport | Abhängigkeit zwischen einem (importierenden) Paket und einem Element eines anderen (exportierenden) Pakets, um das Element im importierenden Paket sichtbar zu machen. | |
| Element | Element | Wurzel der UML Metaklassen-Taxonomie | |
| Ereignis | Event | z. B. der Auslöser einer Transition in einem Zustandsautomaten, Auslöser eines Nutzfalls oder Eingabe für eine Aktivität. | |
| Ereignisvorkommen | EventOccurrence | Bestandteil einer Interaktion. Ein Ereignisvorkommen kann ein Sende- oder Empfangsereignis, ein Nachrichtenverlust- oder ein Nachrichtenfundereignis instantiieren. | |
| Erweiterungsbeziehung | extends | eine Abhängigkeit zwischen zwei Prozessen oder zwei Nutzfällen, oder zwischen einem Nutzfall und einem Prozess. Ein erweiternderer Nutzfall oder Prozess kommt hochstens einmal in dem erweiterten Nutzfall oder Prozess vor. | |
| Generalisierung | Generalization | Abhängigkeit zwischen zwei Instanzen eines Classifiers, wobei die Beziehung vom spezielleren zum generelleren geht. | |
| gerichtete Beziehung | DirectedRelationship | Oberklasse von Generalisierung, Einzelimport, Pauschalimport, Paketverschmelzung, Inklusion, Erweiterung und Abhängigkeit; Unterklasse von Beziehung | |
| Geschäftsprozess | business process | Prozess mit fachlichem Schwerpunkt | |
| Implementation | implements | Unterklasse von Abhängigkeit, die die Bezeihung zwischen einer Schnittstelle und einem Classifier darstellt. | |
| Inklusionsbeziehung | includes | eine Abhängigkeit zwischen zwei Geschäftsprozessen oder zwei Nutzfällen, oder zwischen einem Geschäftsprozess und einem Nutzfall. Ein inkludierter Nutzfall kommt einmal oder mehrmals in dem inkludierenden Nutzfall vor. | |
| Interaktion | Interaction | die Struktur, die einem Interaktionsdiagramm unterliegt (semantisch gesehen eine Menge sequentieller Folgen von Ereignisvorkommnisse). | |
| Interaktionsdiagramm | Interaction diagram | Oberbegriff von Sequenzdiagramm, Kommunikationsdiagramm, Zeitdiagramm und Interaktionsübersichtsdiagramm. | |
| Interaktionsübersichtsdiagramm | Interaction overview diagram | Eine Art von Interaktionsdiagramm, sieht wie ein Aktivitätsdiagramm aus | |
| Klasse | Class | abstrakte strukturelle Einheit | |
| Knoten | vertex | abstrakte Oberklasse der Zustande von Zustandsautomaten | |
| Knoten | node | stellt Ressourcen wie Rechner oder Basissoftware dar | |
| Kollaboration | Collaboration | Stellt eine Kollaboration dar, nicht zu velwechsern mit Kollaborationsdiagramm. | |
| Kollaborationsdiagramm | Collaboration diagram | obsolet, heißt ab UML 2.0 "Kommunikationsdiagramm" | |
| Kommunikationsdiagramm | Communication diagram | Eine Art von Interaktionsdiagramm, sieht wie ein Klassendiagramm mit Pfeilen über den Assoziationen aus. Ersetzt den UML 1.x-Begriff Kollaborationsdiagramm. | |
| Komponente | component | Unterklasse von Klasse, stellt einen modularen gekapselten Teil eines Systems dar. | |
| Merkmal | Feature | abstrakte Oberklasse von BehavioralFeature und StructuralFeature (und damit von Operation und Attribut). | |
| Modellelement | ModelElement | Oberklasse der meisten Klassen des UML-Metamodells | |
| Montagediagramm | composite structure diagram | (besser: assembly diagram) Tritt in den Varianten Architektur-Montagediagramme und Klassen-Montagediagramme auf, teilweise werden auch Kollaborationen dazu gezahlt. Montagediagramme stellen eine abstrakte Sicht dar, im Vordergrund steht der Gedanke der Komposition unabhangiger, sehr stark gekapselter und damit eigenstandiger Einheiten. | |
| Multiplizitat | Multiplicity | Spezifikation der Anzahl von Elementen, die an einem Ende einer Assoziation teilnehmen, oder die in einem Attribut gespeichert werden konnen. | |
| Nachricht | Message | stellt eine Nachricht in einer Interaktion dar. | |
| Namensraum | Namespace | stellt einen Namensraum im Sinn der Programmiersprachen dar. | |
| Nutzfall | UseCase | indirekte Unterklasse von Classifier, Modellierungskonstrukt zur Beschreibung von Funktionalität, d. h. von Geschäftsprozessen und Nutzfällen. Nutzfalle untergliedern sich nach (fachlichen) Funktionen und (technischen) Diensten. Funktionen und Geschäftsprozesse konnen wiederum Nutzfällen enthalten (durch Inklusions- oder Erweiterungs-Beziehungen).
Anmerkung zur Übersetzung | |
| Nutzfalldiagramm | Use case diagram | Stellt einen oder mehrere Nutzfälle und zugehörige Akteure dar | |
| Operation | operation | dynamisches Merkmal eines Classifiers ("Methode"). | |
| Paket | package | dient zur Gruppierung von Elementen bzw. zur Abgrenzung eines Namensraums. | |
| Paketverschmelzung | PackageMerge | komplexe Abhängigkeit zwischen zwei Paketen, um alle Elemente beider Pakete im verschmelzenden Paket jeweils einzeln zu verschmelzen (Elementweise definiert). | |
| Parametrisierte Klasse | emplate class | (auch: Klassenschablone) Klasse mit Typ-Parameter, typisches Beispiel sind Container-Klassen wie List, die als Parameter den Typ der im Container zu speichernden Objekte erhalt, und dadurch in der Benutzung typsicherer wird (cast von Object entfallt). Die Template-Klassen in C++ und Java bieten keinen parametrischen Polymorphismus im strengen Sinn. | |
| Pauschalimport | PackageImport | Abhängigkeit zwischen einem (importierenden) Paket und einem anderen (exportierenden) Paket, um alle Elemente des exportierenden Pakets im importierenden Paket sichtbar zu machen. | |
| Protokoll | protocol | Kollaboration von Protokollrollen, und damit Spezifikation eines Verbinders. | |
| Protokollrolle | protocol role | Rolle in einem Protokoll, mit dem eingehende und ausgehende Schnittstellen eines Anschlusses spezifiziert werden, Spezifikation eines Anschlusses. | |
| Randbedingung | Constraint | beschreibt eine Beziehung zwischen einer Menge von Modellelementen, die sich anderweitig nicht oder nur umstandlich ausdrucken ließe. Eine Randbedingung kann z. B. in Deutsch oder OCL formuliert werden. | |
| Teil | part | statisches Merkmal eines Classifiers. | |
| Sequenzdiagramm | sequence diagram | Eine Art von Interaktionsdiagramm | |
| Transition | transition | Transitionen verbinden Zustande in Zustandsautomaten. Eine Transition tragt als Anschriften einen Auslöser (ein Ereignis eine Bedingung (Guard) und einen Effekt (eine Aktion) alle optional. Eine Transition ohne Auslöser wird durch die Beendigung des Vorzustandes ausgelöst, eine Transition mit Auslöser beendet den Vorzustand bei Auftreten des Auslöser-Ereignisses. | |
| Use Case | Nutzfall | wird in diesem Buch mit Nutzfall übersetzt (sonst auch "Anwendungsfall").
Anmerkung zur Übersetzung | |
| Verbinder | connector | Ein Verbinder implementiert ein Protokoll. | |
| Vererbung | inheritance | programmiersprachliche Umsetzung von Generalisierung in vielen objektorientierten Programmiersprachen. | |
| Verhalten | Behavior | abstrakte Oberklasse von Aktivität, Zustandsautomat, Interaktion und Nutzfall. | |
| Verteilung | deployment | Abhangigkeitsbeziehung | |
| Zeitdiagramm | Timing diagram | Eine Art von Interaktionsdiagramm, sieht wie die Anzeige eines Oszilloskops aus | |
| zusammengesetzte Struktur | CompositeStructure | siehe Montagediagram | |
| Zustandsautomat | StateMachine | stellt einen erweiterten hierarchischen endlichen Automaten dar. Ein (UML-)Zustandsautomat besteht aus einem Baum von Zustandsknoten und einer Menge von Transitionen zwischen ihnen. | |
| Zustandsdiagramm | State machine diagram | Stellt einen Zustandsautoamten dar |